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Achtung: Aufgewacht !

I’m pretty sure, if I believed the U.S. Government had killed 3,000 of its own citizens and was now trying to kill and/or enslave me, I wouldn’t be wasting time on a message board…7 years later. I guess the threat isn’t that immediate for the truthers.

Mince

Schon die Veröffentlichung der ersten Artikel zum Thema Faschismus 2.0 haben ein lebhaftes bis heftiges Echo und zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Die Zugriffszahlen auf diesen Bereich übertreffen alle Erwartungen.

Besonders interessant und sehr vielsagend sind natürlich die Reaktionen in wkw-Gruppen wie Infokrieg und Zeitgeist.Einzelheiten hierzu gibt es im Artikel „Reaktionen auf Faschismus 2.0″.

Schon jetzt zeigen die Reaktionen, dass unser Projekt Faschismus 2.0 durchaus ernst genommen wird. In zahlreichen Beiträgen in wkw wird betont, wie gefährlich sowas sei. Auch Otto Schönbeck (siehe: Willie Weise ruft an) wies darauf hin, dass dieses Projekt seiner Bewegung schaden könne.

Tatsächlich ist es ja Sinn und Zweck dieses Projektes über die Machenschaften dieser Leute zu informieren und andere über diese Schlepper und Bauernfänger aufzuklären. Es ist in der Tat erfreulich, dass diese das, was wir hier veröffentlichen als „gefährlich“ ansehen. […]

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Das Projekt „Faschismus 2.0″ verursacht Wirbel. Das freut uns.

Zeigt es doch, dass wir mit diesem Projekt auf dem richtigen Weg sind und dass sich die Anhänger von „Zeitgeist“, „Infokrieg“, „Alles Schall und Rauch“ und anderen „Wahrheitsinhaber“-Sites, aber auch Willi Weise und Verfassungsleugner verunsichert fühlen.

Offensichtlich erstmals im Web wird mit dem Projekt Faschismus 2.0 der Versuch unternommen die Hintergründe und die Vernetzung der Protagonisten der genannten Bestrebungen zusammenfassend zu ergründen und darzustellen. […]

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So viel also zum Thema Presse- und Meinungsfreiheit der Andersdenkenden! Die gilt also nur für die Infokrieger selbst.

Immer wieder wird – ganz Querfront-konform – die Aufhebung des Rechts-Links-Gegensatzes gefordert oder betont, man selbst sei weder links noch rechts. Dass Hitler als Sozialist gesehen wird, sei nur noch der Vollständigkeit wegen erwähnt.

Unbedingt durchstöbern und endlich wirklich mal aufwachen *trööööööt* ;)

Und für die immer noch [Un-]gläubigen, ich muss jetzt weg, meinen Scheck von der NWO und den Pharmakonzernen abholen nämlich…Ausserdem brauch ich nochn neues Rezept für mein Kinder-Koks.

Sonst hält man den ganzen Wahnsinn hier ja auch nimmer aus – *slurp*.

Ps.: Sehr ärgerlich auch:

Auch Mr.Baracuda macht sich berechtigt Sorgen, denn die Schweinegrippen-Impfung wird wohl doch kein Renner:

Wie konnte das passieren? Eines der NWO-superstaatlichen Propagandaorgane vermasselt den bösen Tamifluherstellern das Geschäft! Hoffentlich bekomme ich keine Gehaltskürzung deswegen, wenn die NWO-Erträge vom Tamiflugeschäft ausfallen.

Die Kapitalismuskritik der dummen Kerle*

Infokrieg und Zinskritik – Verschwörungstheorien rund um´s Geld

Im Zuge des gesteigerten allgemeinen Interesses an ökonomischen Fragen in Folge der jüngsten Finanzkrise hat sich auch die verschwörungstheoretische Szene rund um die sogenannten „Infokrieger“ verstärkt wirtschaftlichen Themen zugewandt.

[lesen]

*Der Antisemitismus ist der Sozialismus der dummen Kerle. Das heißt: Wer im Geist zu schlicht ist, um den Sozialismus zu begreifen, der hält es dann lieber mit dem Antisemitismus, denn der ist etwas für die Doofen. (August Bebel)

Indymedia-Kommentar zum nachdenken

Kommentar zu einem Indymedia-Posting:

Ich bin seit über 20 Jahren in enem Unternehmen mit arbeitsbewegter Attitüde beschäftigt, man sollte meinen, man träfe hier auf eine kämpferische Belegschaft, die sich nicht die Wurst vom Brot nehmen lassen würde. Weit gefehlt!

Deine Annahme, die ArbeiterInnen würden sich schon holen, was ihnen zusteht ist, sorry, komplett weltfremd. Was glaubst Du wohl wie schwierig es ist eine Belegschaft zum Streik zu motivieren: Ich kann die Kinder in der Kita doch nicht vor der Tür stehen lassen, was sollen denn sonst die Eltern machen, die Kranken brauchen doch unsere Hilfe, in der Pflege kann man doch nicht streiken, die Beratungsstelle muss geöffnet sein, damit wir den Hilfesuchenden zur Seite stehen können, wir müssen doch die Abrechnung für die KollegInnen machen, sonst kommt das Gehalt zwei Tage zu spät auf die Konten usw. …

Nein, Dein Traum von der Revolution im Betrieb, ist science fiction, akte X und pippi langstrumpf in einem Stück!

Recht gebe ich Dir, dass die Gewerkschften mehr auf Konfrontation mit den Arbeitgebern und vor allem auch den bürgerlichen Parteien gehen müssten, aber auch dieser Wunsch läuft ins Leere, wenn man sieht, dass einfache leicht kritische ver.di-Flugblätter von MitarbeiterInnen mehr Kritik hervorrufen, als die beschissene Arbeitssituation. Dann wünscht man sich manchmal einen Kometen herbei – und BOOM.

Die Gewerkschaft ist die Summen der Meinungen ihrer Mitglieder. Klar, jetzt kommen wieder diese Texte, alles von oben gelenkt. Nö, ist falsch! Die Gewerkschaften sind zwar bürokratische Gremienmonster, aber die Entscheidungsprozesse bleiben in der Mitgliedschaft. Dass leider in einigen Gremien Menschen schon viel zu lange sitzen und manchmal echt den Schuss nicht gehört haben ist allerdings wirklich ein Problem, das habe ich aber auch schon in vermeintlich linken und autonomen Runden erleben dürfen.

Revolution? Davon sind wir soweit entfernt in Deutschland, wie ne Scheibe Toastbrot von erotischen Gefühlen für ein Graubrot.

aus einem Bericht & Diskussionspapier der Revolutionären Aktion Stuttgart

[…]

Fazit der Demonstration (und ein bisschen mehr)

Die Mobilisierung Zehntausender gegen die Abwälzung der Krise auf die Klasse der Lohnabhängigen und für eine Alternative zum Kapitalismus war ein Schritt in die richtige Richtung. Es gilt weiterhin die kämpferischen AktivistInnen in den Gewerkschaften, die linken und fortschrittlichen Kräfte und die verschiedenen Basisinitiativen bei ihren Aktivitäten zu unterstützen. Neben symbolischen Aktivitäten wie Kundgebungen und Demonstrationen, müssen insbesondere Streikaktionen und Betriebsbesetzungen unterstützt und mitorganisiert werden. Die objektiven Verhältnisse sprechen sicher für eine Zunahme dieser Kampfformen.

Bei all dem ist eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen klassenkämpferischen und fortschrittlichen Strömungen und Organisierungen, die offen für eine solidarische Zusammenarbeit sind, anzustreben.

Die verschiedenen Aktivitäten sind sowohl die Grundlage für die Entwicklung von Bewusstsein über die eigene Stärke der Lohnabhängigen und ihrer konfrontativen Stellung dem Kapital gegenüber, als auch für die richtige Theorie und Praxis der revolutionären Kräfte. Beides und die notwendige tendenzielle Aufhebung der Grenze zwischen den subjektiven revolutionären Kräften und der Masse der Lohnabhängigen ist ohne eine gemeinsame Praxis und darin der Schaffung von Strukturen nicht möglich.

Mit der Krise des Kapitalismus nimmt die Unzufriedenheit breiter Teile derjenigen zu, die von diesem System nun nicht mehr nur entfremdete Arbeitsverhältnisse, sondern dazu Armut und einen weiter sinkenden Lebensstandard erwarten können. Neben der stetigen Gefahr einer reaktionären Mobilmachung, bringt die sich verändernde Situation auch neue Möglichkeiten für die Perspektive einer befreiten Gesellschaftsordnung hervor. Hierfür ist maßgeblich die Verfasstheit der revolutionären Kräfte von Bedeutung. Opportunistisches „in den Massen schwimmen“ und anbiedern in der Hoffnung damit umso mehr Menschen zu erreichen, sind dabei kaum dienlich. Das Abkapseln in vermeintlich besonders radikale Grüppchen oder auch Bündnisse, sowie die Isolierung in eine linke Szene ebensowenig. Dogmatismus und Versuche frühere Organisationsformen etwa in Form der KPD zu kopieren bringen ebensowenig wie das Infragestellen der grundätzlichen Notwendigkeit des Aufbaus einer revolutionären Organisation. Aktionismus und eine nur auf Kampagnen angelegte politische Praxis nutzen ähnlich wenig wie theoretische Luftschlösser und das Beschränken auf die Artikulation von Kritik – auch zusammen hilft all das nicht weiter. …

Was einen revolutionären Prozess tatsächlich voran bringt ist jedoch nicht allzuschwer zu erkennen, wenngleich die Umsetzung nicht unbedingt einfach ist: Neben Strukturen in verschiedenen Bereichen – vom Kampf gegen die Gefahr von Rechts, über linke und selbstverwaltete Freiräume und klassenkämpferische Strukturen innerhalb und außerhalb der Gewerkschaften bis zum Schutz vor staatlicher Repression – gilt es auch revolutionäre politische Organisierungen aufzubauen. Hier müssen die Erfahrungen aus den einzelnen Bereichen zusammenfließen und weiterentwickelt werden, muss Schritt für Schritt eine Gegenmacht zu den Institutionen der herrschenden Klasse entwickelt, an den von uns und vor uns gemachten Erfahrungen angeknüpft, die Entwicklung an der Praxis überprüft und immer wieder korrigiert werden.

Bei alldem ist die konkrete politische Praxis, wie auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Strömungen wichtig – Erkenntnisse kommen nicht in erster Linie aus Büchern, sondern aus Versuchen, Auseinandersetzungen und dem kontinuierlichen eigenen Handeln. Dort wo nicht von anderen gelernt werden kann, bringt die Kritik an ihren Ansätzen weiter.

Die Proteste und Kämpfe gegen die Angriffe von Staat und Kapital und für eine Perspektive jenseits des Kapitalismus werden – wie schon mehrfach ausgeführt – für einen revolutionären Prozess letztlich eine zentrale Rolle spielen. Umso wichtiger ist es, hierfür die richtige Methode zu entwickeln. Das heißt nicht zuletzt: Auseindersetzungen und Debatten mit kritikwürdigen Ansätzen, Überprüfung der eigenen Aktivitäten, Austausch und Planungen mit den Kräften mit denen eine Zusammenarbeit sinnvoll erscheint…

[Kurzfristig verfasst von einigen aus der Revolutionären Aktion Stuttgart am 30. März 2009]




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