Indymedia-Kommentar zum nachdenken

Kommentar zu einem Indymedia-Posting:

Ich bin seit über 20 Jahren in enem Unternehmen mit arbeitsbewegter Attitüde beschäftigt, man sollte meinen, man träfe hier auf eine kämpferische Belegschaft, die sich nicht die Wurst vom Brot nehmen lassen würde. Weit gefehlt!

Deine Annahme, die ArbeiterInnen würden sich schon holen, was ihnen zusteht ist, sorry, komplett weltfremd. Was glaubst Du wohl wie schwierig es ist eine Belegschaft zum Streik zu motivieren: Ich kann die Kinder in der Kita doch nicht vor der Tür stehen lassen, was sollen denn sonst die Eltern machen, die Kranken brauchen doch unsere Hilfe, in der Pflege kann man doch nicht streiken, die Beratungsstelle muss geöffnet sein, damit wir den Hilfesuchenden zur Seite stehen können, wir müssen doch die Abrechnung für die KollegInnen machen, sonst kommt das Gehalt zwei Tage zu spät auf die Konten usw. …

Nein, Dein Traum von der Revolution im Betrieb, ist science fiction, akte X und pippi langstrumpf in einem Stück!

Recht gebe ich Dir, dass die Gewerkschften mehr auf Konfrontation mit den Arbeitgebern und vor allem auch den bürgerlichen Parteien gehen müssten, aber auch dieser Wunsch läuft ins Leere, wenn man sieht, dass einfache leicht kritische ver.di-Flugblätter von MitarbeiterInnen mehr Kritik hervorrufen, als die beschissene Arbeitssituation. Dann wünscht man sich manchmal einen Kometen herbei – und BOOM.

Die Gewerkschaft ist die Summen der Meinungen ihrer Mitglieder. Klar, jetzt kommen wieder diese Texte, alles von oben gelenkt. Nö, ist falsch! Die Gewerkschaften sind zwar bürokratische Gremienmonster, aber die Entscheidungsprozesse bleiben in der Mitgliedschaft. Dass leider in einigen Gremien Menschen schon viel zu lange sitzen und manchmal echt den Schuss nicht gehört haben ist allerdings wirklich ein Problem, das habe ich aber auch schon in vermeintlich linken und autonomen Runden erleben dürfen.

Revolution? Davon sind wir soweit entfernt in Deutschland, wie ne Scheibe Toastbrot von erotischen Gefühlen für ein Graubrot.


3 Antworten auf „Indymedia-Kommentar zum nachdenken“


  1. 1 dieTanzende 21. Juni 2009 um 0:52 Uhr

    hooOOOooooooo du lebst ja auch noch.
    ich lebe wieder. war mal f.ototapete, s.unshine-girl und was weiß ich nicht alles und bin jetzt dieTanzende

  2. 2 dieTanzende 21. Juni 2009 um 0:53 Uhr

    hooOOOooooooo du lebst ja auch noch.
    ich lebe wieder. war mal f.ototapete, s.unshine-girl und was weiß ich nicht alles und bin jetzt dieTanzende

  3. 3 Administrator 23. Juni 2009 um 18:42 Uhr

    :d ja Holla die Wald err TanzFee :)>-

    bin ganz entzückt, scheint als ob die schneckenhaus-phase bei uns damit vorbei ist ?!? würd nur gern mal wieder wie gewohnt watt privater bloggen, abba bin noch nicht in gänzlich alter form – freu mich aber sehr datt du wieder da bist !!!!

    :x

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